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	<title>Das SWB Leben tief im Süden</title>
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	<pubDate>Sun, 07 Aug 2011 18:18:44 +0000</pubDate>
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		<category>Fussball Bundesliga Arminia Bielefeld</category>
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		<itunes:subtitle>der Suedland Arminen PodCast - ein SWB Leben in einer weissblauen Stadt</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Der PodCast eines Arminia Bielefeld Fans in den Tiefen der Bayerischen Provinz.</itunes:summary>
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		<title>Memory für Fortgeschrittene. Oder: Ein Besuch im Trainingslager</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Aug 2011 18:15:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muecke</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Reaktionen in meinem Umfeld waren eher verhalten. Aber was hatte ich auch erwartet? Meine Arminia war gerade kläglich in die Niederungen des deutschen Profifußballs abgestiegen und noch vor wenigen Wochen hatte ich mein Leid ob der desastösen Grundstimmung rund um den Verein geklagt. Und nun, als sei nichts gewesen, erzählte ich freudestrahlend, dass ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Reaktionen in meinem Umfeld waren eher verhalten. Aber was hatte ich auch erwartet? Meine Arminia war gerade kläglich in die Niederungen des deutschen Profifußballs abgestiegen und noch vor wenigen Wochen hatte ich mein Leid ob der desastösen Grundstimmung rund um den Verein geklagt. Und nun, als sei nichts gewesen, erzählte ich freudestrahlend, dass ich genau diesem Verein für drei Tage in das ca. 540 km entfernte Teistungen folgen wollte. Meiner Argumentation, dass es sich bei Teistungen schließlich um einen vom Freistaat Thüringen anerkannten staatlichen Erholungsort handelt, der erstmalig bereits im Jahr 1090 urkundlich erwähnt wurde, wollte niemand so wirklich folgen. Es ist ja nicht so, dass mir in meinem Freundeskreis kein kulturelles Interesse zugetraut werden würde, aber auch das Grenzlandmuseum am ehemaligen Grenzübergang Duderstadt-Worbis, das „über die Geschichte der innerdeutschen Grenze und ihre Auswirkungen auf das Leben der Menschen und die Natur im Grenzgebiet informieren will“ (Zitat Homepage), erschien in meiner hilflosen Argumentationskette eher deplatziert. </p>
<p>Trotzdem stand mein Entschluss fest. Die gute Stimmung beim letzten Heimspiel hatte einfach Lust auf mehr gemacht. Das, was da beim Spiel gegen den Karlsruher SC auf der Bielefelder Alm passiert ist, sucht wohl im deutschen Fußball seines gleichen. Die Mannschaft steht auf dem letzten Tabellenplatz und steigt ab, aber 24.123 Zuschauer kommen ins Stadion, um dem Verein in der Zweiten Liga die letzte Ehre zu erweisen, auf dem Grab zu tanzen und bessere Zeiten zu ersingen. Ich glaube, viele von uns haben lange nicht mehr so (positiv) emotionale Momente im Stadion erleben dürfen. Zudem wusste die für mich überraschend gute und ruhige Arbeit von Samir Arabi und Marcus von Ahlen zu überzeugen. Da hatte sich plötzlich etwas verändert: Anstatt wahlloses Name-Dropping zu betreiben, wurden plötzlich einfach Fakten geschaffen. Trotz noch ausstehender Lizenzentscheidung konnten gestandene Drittligaspieler wie beispielsweise Thomas Hübener, Manuel Hornig und Tim Jerat davon überzeugt werden, ihre Stiefel zukünftig in Bielefeld zu schnüren. Auf sportlicher Seite war da wieder ein klares Konzept zu erkennen und das wollte ich mir ansehen.</p>
<p>Beim Besuch der ersten Trainingseinheit musste ich allerdings schnell feststellen, dass ich mich nur mangelhaft auf die neue Arminia vorbereitet hatte. So wusste ich zwar, dass Spieler mit dem Namen Bahattin Köse, Maximilian Ahlschwede und Stefan Langemann verpflichtet wurden, aber die Verbindung von Namen und Gesichtern blieb mir zunächst ein Rätsel. Hätten nicht auch „alte Hasen“ wie Markus Schuler, Onel Hernandez und Marcel Appiah auf dem Platz gestanden, dann hätte hier wohl auch die zweite Mannschaft von Darmstadt 98 trainieren können, ohne dass ich es bemerkt hätte. Immerhin waren Trainer und Betreuer kleidungstechnisch vom Rest der Truppe zu unterscheiden. Andere Zuschauer waren da deutlich cleverer in die Vorbereitung des Trainingslagers gegangen: mit dem mitgebrachten iPad konnte immer wieder Arminias Homepage zum Abgleich von Namen und Gesichtern konsultiert werden. Außerdem standen Fotos und Artikel vom Trainingsauftakt bereit. Mit Hilfe dieser Utensilien und der tatkräftigen Unterstützung von Co-Trainer Stefan Krämer, der immer wieder aushalf, wenn wir selbst mit diesen Mitteln nicht weiter kamen, spielten wir lustiges Namens-Memory. Ein Spiel, in das wir auch Zeugwart Rainer „Schonzi“ Schonz hätten einbeziehen sollen: am zweiten Tag musste er gestehen, dass er sich bisher kaum einen der neuen Spieler hätte merken können und die Trainingskleidung noch immer nur auf Zuruf austeilen könne. Wir legten hingegen schon am Folgetag in der zweiten Trainingseinheit die Latte höher und versuchten uns zusätzlich die taktische Position der jeweiligen Spieler zu merken. Trotzdem ließ sich nicht vermeiden, dass Tom Schütz von demselben Zuschauer gleich zweimal mit „Wer bist denn Du?“ angesprochen wurde. </p>
<p>Interessant wurde es am Abend, als ich die Daheimgebliebenen via Internet auf dem Laufenden halten und die ersten Fotoeindrücke ins Netz stellen wollte. Im Gegensatz zu mir konnte das automatische Gesichtstagging meiner Software problemlos einige Spieler direkt identifizieren. Und so war ich doch etwas überrascht, dass ich im Laufe des Tages offensichtlich meinen halben Freundeskreis abgelichtet, diesen aber nicht erkannt hatte.</p>
<p>Am zweiten Tag standen die ersten taktischen Einheiten auf dem Programm. Besonders gut hat mir die Spieleransprache von Markus von Ahlen gefallen. Er unterbrach das Training immer wieder, um mit der Mannschaft über einzelne Spielsituationen zu diskutieren. Die Spieler wurden dabei aktiv in die Auflösung verschiedener Situationen eingebunden und Markus von Ahlen vermochte durch „prominente“ Vergleiche seine Vorstellungen vom Spielverhalten zu verdeutlichen. Beispielsweise seien hier die Laufwege beim Umschalten von Abwehr auf Angriff zwischen Philipp Lahm und Arjen Robben beim FC Bayern genannt. </p>
<p>Am Abend des dritten und für mich letzten Tages des Trainingslagers bestritt der DSC das erste Testspiel der neuen Saison. Arminia gewann 4:1 gegen SV Germania Breitenberg. Markus von Ahlen wechselte zur Halbzeit komplett durch und der ein oder andere Spieler nahm sich die Zeit, um sich mit den angereisten Fans zu unterhalten. </p>
<p>Auf der Heimfahrt habe ich für mich entschieden, dass sich der Ausflug ins Trainingsalger gelohnt hat. Das sportliche Umfeld rund um die Mannschaft erweckt die Hoffnung, dass sich hier eine Gemeinschaft bilden kann, die in der Lage ist, die Talfahrt zu stoppen. Alle beteiligten zeigten sich sehr kontaktfreudig und Markus von Ahlen ging mit gutem Beispiel voran. Nach der ersten Trainingseinheit begrüßte er die anwesenden Fans mit den Worten „Schön, dass ihr hier seid.“ per Handschlag. Marcus Uhlig konnte davon berichten, wie begeistert die Spieler vom Trainingsauftakt waren. Mit einer solchen Begrüßung durch die Zuschauer habe niemand gerechnet. Bei dem ein oder anderen Neuarminen hat sich wohl schon vor dem ersten Spieltag beim Betreten des Stadions eine Gänsehaut eingestellt. Es wird hoffentlich nicht die letzte bleiben. Ich denke, es spricht Bände, dass die Mannschaft die mitgereisten Fans dazu eingeladen hat, am Event zum Teambuilding teilzunehmen. Leider war ich da schon wieder zu Hause und habe im Ausstellungskatalog des Grenzlandmuseums geblättert, das ich tatsächlich in einer freien Minute besucht habe</p>
<p> geschrieben von Groeleken </p>
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		<title>Wichtig ist auf dem Platz - aber auch an der Linie</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 13:10:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pity</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Fußball – zumindest der „moderne“ – hat auch immer etwas mit großen Namen zu tun. So durften wir die letzten Wochen in der ersten Bundesliga beobachten, wie das alljährliche Geschacher und der Poker um potenzielle Neuverpflichtungen ablief. Die großen Namen waren in dieser Saison in der ersten Bundesliga vor allen Dingen die Namen älterer Herren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fußball – zumindest der „moderne“ – hat auch immer etwas mit großen Namen zu tun. So durften wir die letzten Wochen in der ersten Bundesliga beobachten, wie das alljährliche Geschacher und der Poker um potenzielle Neuverpflichtungen ablief. Die großen Namen waren in dieser Saison in der ersten Bundesliga vor allen Dingen die Namen älterer Herren wie Raul und Ballack, wohl auch deswegen, weil sich der FC Bayern dieses Jahr keine namhafte Neuverpflichtungen leisten wollte und wohl auch nicht musste.</p>
<p>Anders stellt sich da das Bild bei unserer geliebten Arminia dar. Hier ging es vor allen Dingen darum Personal auf dem Platz zu halten und trotzdem das Ziel der finanziellen Konsolidierung nicht aus den Augen zu lassen. Dennoch haben wir einen wichtigen Neuzugang zu verzeichnen, denn „wichtig ist auf dem Platz“ herakelte Otto Rehagel einst, aber wer an der Linie und im Management sitzt ist auch nicht ganz egal.</p>
<p>Auch da tat sich in der zurückliegenden Sommerpause weltweit Einiges: Mit José Mourinho strahlt der Trainer der Königlichen in Spanien nun auch Grandeza aus, in Wolfsburg sitzt zum ersten Mal in der Geschichte ein Engländer auf der Bank und in Hamburg wurde der Ex-Bielefelder Bastian Reinhardt Sportchef.</p>
<p>Doch auch in den kritischen 96 Tagen von Bielefeld (s. hierzu Beitrag zum DFB-Pokalspiel in Regensburg) passierte etwas. Und auch hier sind wir bei den großen Namen angekommen. Diskutiert wurde beispielsweise die Verpflichtung eines gewissen Rudi Assauers für das Management des Sportclubs der Ostwestfalen und – warum sollte Arminia hier die Ausnahme von der Regel sein – die Beschäftigung von Lothar Matthäus als Cheftrainer. „Hier wird mal wieder der leichte Hang zum Größenwahn am Teutoburger Wald sichtbar“ mag sich der ein oder andere gedacht haben und der Rest wird aufgeatmet haben als es zu manchen Szenarien nicht gekommen ist.</p>
<p>Mit Christian Ziege, dem Europameister von ´96 (schon wieder diese Zahl), betritt nun ein Neuling des Trainergeschäftes (von Interims- und Cotrainer-Jobs in Gladbach abgesehen) die Bühne. Mit reduziertem Spielermaterial zu arbeiten, hat er in seiner Position als Sportdirektor am Niederrhein gelernt und darf dieses nun auch direkt an der Linie unter Beweis stellen. Angekündigt wurde ein erfrischender Offensivfußball, der im Spiel gegen den FSV Frankfurt auch bewundert werden durfte – leider nur in den letzten 20 Minuten.</p>
<p>Was aber auffallend war, war der Hype der Medien, der um Christian Ziege gemacht wurde. Im Vorfeld des Spiels ging Sky die nur kurz auf die Probleme der Arminia einging, um sich dann voll und ganz der Person Christian Ziege zu widmen. Ob das gut oder schlecht ist, will ich jetzt nicht beurteilen, wir können nur alle hoffen, dass Christian Ziege diesem Druck gewachsen ist. Denn auch wieder hegen selbstverständlich das zarte Pflänzchen Hoffnung, dass hier etwas Großes entstehen kann. </p>
<p>Wenn nicht in diesem Jahr, dann vielleicht in der nächsten Saison. Und so lange bleiben wir die Männer die auf Ziege starren. Viel Erfolg!</p>
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		<title>Männer die auf Ziege starren</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 09:42:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muecke</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Da war es, das erste Saisonspiel der Blauen, dieses Jahr in der Volksbank-„Arena“ (Kampfbahn fände ich viel treffender) gegen den FSV-Frankfurt. Circa 10-12 Südländer fanden sich zum gemeinsamen Arminia-Schauen im Stadion an der Schleissheimer Straße in München ein. Gespannt wartete man, wie sich die Arminia wohl präsentieren würde. Einige Testspiele waren eher nicht ermutigend, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da war es, das erste Saisonspiel der Blauen, dieses Jahr in der Volksbank-„Arena“ (Kampfbahn fände ich viel treffender) gegen den FSV-Frankfurt. Circa 10-12 Südländer fanden sich zum gemeinsamen Arminia-Schauen im Stadion an der Schleissheimer Straße in München ein. Gespannt wartete man, wie sich die Arminia wohl präsentieren würde. Einige Testspiele waren eher nicht ermutigend, und gegen den Jahn ging es im DFB-Pokal auch eher schleppend weiter. Dagegen soll das Testspiel gegen Dortmund in der zweiten Halbzeit gut gewesen sein. Heute dann gegen den FSV, bei welchem in der letzten Saison eine Serie von eher schlechten Spielen begann. In Anbetracht des ersten Spieltages wäre das für die diesjährige Saison wohl nicht so gut, und so harrten wir den Dingen die da kommen mochten.</p>
<p>Nach 23 Minuten lag Arminia (leider verdient) 2:0 hinten. Der FSV hatte auch große Änderungen in der Mannschaft zu verzeichnen und so fragte man sich, ob für das  Ergebnis der starke FSV oder die schwache Arminia verantwortlich war. Erst nach dem Anschlusstreffer in der zweiten Halbzeit schien die Mannschaft aufzuwachen und sich ihrer Fähigkeiten bewusst zu werden und leider erst zum Ende konnte man den absoluten Willen zum Kampf und Sieg erkennen. Ich kann mich zumindest nicht erinnern, wann Dennis das letzte Mal in der Endphase mit nach vorne gegangen ist. Abpfiff.</p>
<p>Die Frage, wo die Arminia steht lässt sich somit nach diesem Spiel immer noch nicht beantworten. Klar muss sich eine Mannschaft erst finden – musste der FSV aber auch! Klar wurde auch für den Letzten, dass es diese Saison um den Klassenerhalt geht. Ob das mit einem Zuschauerschnitt von 15.000 vereinbar ist, wie von der Vereinsspitze kalkuliert, sei mal dahingestellt. Sollte es Ziege gelingen, die Mannschaft so einzustellen und zu motivieren, dass sie auch mal ein Spiel so anfangen, wie sie es gegen den FSV beendet haben, dann könnte es – Abstiegskampf hin oder her – eine interessante Saison werden.<br />
Im DFB-Pokal geht es in der nächsten Runde zum Betzenberg. Zugegeben, ein hartes Los. Aber auch wenn es kein Heimspiel wird, erinnere ich daran, dass sich die Mannschaften die Einnahmen aus dem Verkauf von Eintrittskarten und der Bandenwerbung nach Abzug der Kosten jeweils zur Hälfte teilen. Lautern hatte in der letzten Saison einen Zuschauerschnitt von 35.398 Leuten. So schön auch ein Heimspiel auf der Alm wäre, so hat man mit Lautern zumindest finanziell kein schlechtes Los gezogen, und vermeintlich leichtere Clubs sind auch kein Garant für das Weiterkommen. Hoffen wir mal, dass wir das als Aussenseiter dem FCK auch lehren können.</p>
<p>Arminia ist im Neuaufbau und Mäkeln am Trainer oder an der Mannschaft macht keinen Sinn. Die Einstellung ist entscheidend – und darauf werden alle Arminenfans starren.</p>
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		<title>Schlechte Zeit für Optimisten!</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Aug 2010 19:27:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pity</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[96 Tage lagen zwischen dem 9. Mai und dem 13. August 2010. Keine große Erkenntnis, mag der eine sagen, aber dennoch bleibt es dabei, dass Zeit nicht durch das bestimmt wird, was sie auf dem Kalender abspielt, sondern durch das, was in ihr passiert. So waren die oben angesprochenen 96 Tage für den Großteil der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>96 Tage lagen zwischen dem 9. Mai und dem 13. August 2010. Keine große Erkenntnis, mag der eine sagen, aber dennoch bleibt es dabei, dass Zeit nicht durch das bestimmt wird, was sie auf dem Kalender abspielt, sondern durch das, was in ihr passiert. So waren die oben angesprochenen 96 Tage für den Großteil der Deutschen Fußballfans eine normale Sommerpause unterbrochen von einer mehr oder weniger aufregenden WM. Für die Fans von  Arminia – und damit auch für die Südland-Arminen – war es eine besondere Sommerpause: Tauziehen um eine Lizenz, Kopfrechnen um Geldbeträge, die man nicht hatte oder nicht geben wollte und einige schmerzhafte Entscheidungen…</p>
<p>Die Ergebnisse sind bekannt: Arminia hat die Lizenz bekommen, den Kader ausgedünnt und einige Entscheidungen getroffen, deren Erfolg sich hoffentlich bald einstellt. Eine Sache ist allerdings vor der Saison phantastisch vom neuen Cheftrainer formuliert worden, dass es in dieser Saison einzig und allein um sportliche und finanzielle Konsolidierung gehe. Traurig aber wahr. Das heißt dann wohl, dass das Aschenputtel noch grauer werden kann, auf der anderen Seite aber zum ersten Mal seit dem ich schwarz-weiß-blau denke, weiß wo es steht ohne nach drei Siegen vom UEFA-Cup… Entschuldigung Euro-Leauge zu träumen.</p>
<p>Mit diesem Hintergrund trafen wir uns an einem Freitag, dem 13. Voller Vorfreude zum ersten Mal seit knapp vier Monaten in einer Art Sternmarsch am Hauptbahnhof in München zusammen, um dort unter der kurzfristig vom Dude gelieferten Flagge gen Regensburg zu segeln. Und es wurde zu einer typischen Südland-Fahrt gute Stimmung, August und viele Geschichten. Gemäß dem alten Studentenlied „Als wir jüngst in Regensburg waren“ trafen wir auch auf neue Gesinnungsbrüder bzw. –schwestern, die gerade erst nach München gezogen sind und nun direkt unter unsere Fittiche genommen werden konnten. Nachdem wir stillecht im Regionalexpress reisten, konnte nicht auf ein Bordbistro zurück gegriffen werden, deswegen musste der kurzfristig „Fernando“ getaufte fliegende Händler, die zur Bilge gelenzten Getränkevorräte wieder auffüllen. Höflich wie wir sind glichen wir ihm Anschluss sogar seine zweitklassigen Kopfrechenkenntnisse aus.</p>
<p>Als hätte man auf uns gewartet, erwartete uns in direkter Nachbarschaft zum Regensburger Hauptbahnhof das nächste Highlight unserer kleinen Ausflugsfahrt: Das 2. Regensburg Arcaden Hitfestival. Bevor die erste Band auch nur einen Ton von sich geben konnte, wurde unsere kleine Gruppe darauf hingewiesen, dass man sehr froh sei uns begrüßen zu dürfen, aber auch nicht abgeneigt sei uns bei dem ersten Akt von Ruhestörung des Geländes zu verweisen. Unterstrichen wurde diese Aussage des grinsenden Sicherheitschefs durch das finstere Gesicht seines nicht grinsenden „Punkers“ an seiner Seite. Da allerdings dir Gaudimax-Band ihren Gig absagen musste und durch eine deutschrussische Coverband ersetzt wurde, hielt uns nach einer kurzen Trinkpause so oder so nichts mehr am Tatort. Dieses tat anscheinend besonders der spielenden Band leid, verlor sie doch die einzelnen „Fans“, die den Totentanz mit etwas Stimmung unterlegten.</p>
<p>Am Stadion trafen wir auf die Jungs aus Franken, die ebenfalls eine Fahne mitgebracht hatten, womit zwei Südland-Banner im Dauerregen vom Regensburg gehisst werden konnten und so auch fernsehwirksam präsentiert wurden. Wir waren somit in wirklich guter Stärke bei unserem ersten „Heimspiel“ in dieser Saison, obwohl wir natürlich zwei, drei Begleiter ernsthaften vermissten.<br />
Über das Spiel lässt sich auf Grund der eingeschränkten Sicht und der ständigen Ablenkungen im modernen Fußball nicht viel sagen und ist durch Sportreporter wohl viel besser dokumentiert worden, jedoch können wir uns wohl den oben zitierten Worten von Christian Ziege anschließen. So werden wir mit Aufstieg Nichts zu tun haben.</p>
<p>Das Elfmeterschießen wurde dann vollkommen durchnässt vom Zaun – auf jeden Fall von denen, die es darauf geschafft hatten – bestaunt, bezittert und bejubelt. Die anschließende Beute in Form von zwei Trikots, die an die Südländer verschenkt wurden konnte sich auch sehen lassen.</p>
<p>Ein grandioser Auftakt, für eine hoffentlich grandiose Saison und vielleicht… NEIN! Geträumt wird diese Saison nicht!</p>
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		<title>Für das Leben lernen wir…</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 21:30:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muecke</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Endlich ist die Sommerpause vorbei – nächsten Freitag rollt der Ball wieder. Dabei war das diesmal alles andere als selbstverständlich. Als die Nachricht kam, Arminia würde nur dann nicht in die Insolvenz gehen, wenn die Stadt nicht einen einstelligen Millionenbetrag zur Verfügung stellen würde, habe ich mich natürlich gefragt, ob und wie es weitergehen mag. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich ist die Sommerpause vorbei – nächsten Freitag rollt der Ball wieder. Dabei war das diesmal alles andere als selbstverständlich. Als die Nachricht kam, Arminia würde nur dann nicht in die Insolvenz gehen, wenn die Stadt nicht einen einstelligen Millionenbetrag zur Verfügung stellen würde, habe ich mich natürlich gefragt, ob und wie es weitergehen mag. Das fiel sogar meiner Freundin auf: „Warum bist Du denn so bedrückt?“ Ich erzählte von Lizenzen, klammen Kassen, und öffentlichen Diskussionen. „Das ist natürlich nicht so toll, aber deswegen geht doch nicht die Welt unter, oder?“ meinte sie. Meinte sie. Vielleicht war auch das einer der Gründe warum wir uns bald darauf trennten. Ich hockte zumindest bei der Arbeit mit dem Live-Ticker und verfolgte die Rathaussitzung und Prickel-Pit’s Wahlkampfrede.<br />
 Ich erinnerte mich an die schönen Erlebnisse, die ich mit Arminia hatte. Schon als Schüler bin ich oft zu Regionalligazeiten mit zu den Auswärtsfahrten gefahren. Auf einer Fahrt unterhielt ich mich mit einem anderen älteren Fan (den Namen habe ich leider vergessen) darüber, dass ich als Schüler ja gerne öfter mit Arminia mitfahren würde, aber so eine Fahrt mein Taschengeld arg strapaziert. Daraufhin gab mir der Typ folgenden Tip einer älteren Generation von Arminenfans, der nur eine Facette darstellt, warum Arminia für mich das ist, was Arminia ist (und ich bezweifle, dass so etwas die Arminis noch mit auf den Weg bekommen):<br />
„Also pass auf, ich habe das immer so gemacht, um immer mit zu den Auswärtsspielen fahren zu können: Zuerst gehst du zu deinen Eltern und sagst denen „Ich brauche noch ein neues Buch für die Schule“. Dann bin ich damals immer zu meinem Kumpel und hab mir den passenden Schinken ausgeliehen, um den meinen Eltern zu zeigen. Und dann am Wochenende ging‘s ab zur Arminia…“<br />
Als Schüler war ich natürlich beeindruckt. Arminia verbindet.<br />
Dieses Wochenende geht es zu Jahn Regensburg. Die Insolvenz wurde abgewehrt und ab sofort gibt’s nur noch Tiki Taka. Nach meinem Geschmack brachte Stefan das Motto der neuen Saison im Forum auf den Punkt (und fasste dabei das zusammen, was auch der Herr Ziege im Kern an die Fans richtete): Wir fahren weit und trinken viel und verlieren jedes Spiel – Hauptsache es macht Spaß! Dem kann ich nichts hinzufügen und ich freue mich wie Bolle auf das erste Spiel. Gut, dass die Fachbücher, die ich mittlerweile benötige, so teuer geworden sind…    </p>
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		<title>Niklas im Südland.</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 15:25:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pity</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 16. Mai verletzte sich unser Nachwuchstorwart mit Profierfahrung Niklas Hartmann im Spiel der U23 gegen den SV Schermbeck. Diagnose Kreuzbandriss am linken Knie. Mit der „wahrscheinlich beschissensten Verletzung“ die ein Fußballspieler haben kann, wird Niklas Hartmann zu einer sechsmonatigen Pause gezwungen. 
Soweit ist Alles bekannt, aber wo kommen da die Südland-Arminen ins Spiel? 
1.	Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 16. Mai verletzte sich unser Nachwuchstorwart mit Profierfahrung Niklas Hartmann im Spiel der U23 gegen den SV Schermbeck. Diagnose Kreuzbandriss am linken Knie. Mit der „wahrscheinlich beschissensten Verletzung“ die ein Fußballspieler haben kann, wird Niklas Hartmann zu einer sechsmonatigen Pause gezwungen. </p>
<p>Soweit ist Alles bekannt, aber wo kommen da die Südland-Arminen ins Spiel? </p>
<p>1.	Ein Großteil von uns hatte das Vergnügen Niklas bei seinem ersten Bundesligaspiel in Augsburg beobachten zu dürfen, was für uns natürlich eine besondere Beziehung begründet.</p>
<p>2.	Vom behandelnden Arzt wurde Niklas zur Operation nach München überwiesen.</p>
<p>Da war der Plan natürlich schnell gefasst Niklas auch fernab der Heimat das Gefühl zu geben, dass an ihn gedacht wird. Deswegen haben wir Niklas am 1. Juni 2010 – einen Tag nach dem operativen Eingriff – am Krankenbett besucht. Aus der geplanten „Stippvisite“ ergab sich ein spannendes und anderthalbstündiges Gespräch über die vergangene Saison, Chancen auf den Profikader aber auch über das Leben in Bielefeld und die Schulzeit als Leistungssportler. Insofern war es für alle ein sehr kurzweiliger Abend und wir freuen uns, dass wir Niklas – der wegen der großen Entfernung zu Bielefeld nicht allzu viel Besuch bekommt – auch ein wenig die Zeit vertreiben konnten. Natürlich bekam Niklas neben dem obligatorischen Blumengruß auch noch den aktuellen Südland-Arminen-Schal überreicht, der uns in seiner Erinnerung hoffentlich präsent hält.</p>
<p>Alle Südland-Arminen wünschen Niklas Hartmann eine unkomplizierte Reha und schnelle Genesung. Wir freuen uns darauf ihn auch in den nächsten Jahren fit und erfolgreich zwischen unseren Pfosten zu sehen.</p>
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		<title>St. Pauli und die Soziologie</title>
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		<pubDate>Fri, 14 May 2010 14:52:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muecke</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Neulich begleitete ich meine bessere Hälfte in eine kleine Studentenkneipe, in der eine Ihrer Arbeitskollegin an diesem Abend als DJ auflegen durfte. Wir kamen also in die Kneipe, die eher wie ein überdimensionierter Jugendkeller aussah, mit Tischen, in die sich jeder schnitztechnisch verewigen durfte, und gepolsterten Bierkisten als Sitzgelegenheit, eingebettet in Kicker, Dart, Billiard und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich begleitete ich meine bessere Hälfte in eine kleine Studentenkneipe, in der eine Ihrer Arbeitskollegin an diesem Abend als DJ auflegen durfte. Wir kamen also in die Kneipe, die eher wie ein überdimensionierter Jugendkeller aussah, mit Tischen, in die sich jeder schnitztechnisch verewigen durfte, und gepolsterten Bierkisten als Sitzgelegenheit, eingebettet in Kicker, Dart, Billiard und Co.</p>
<p>Und wie so oft in solchen Kneipen fanden sich unzählige St. Pauli – Aufkleber „St. Pauli gegen Rechts“ auf Wänden, Tischen und dem DJ-Pult. Mal ganz abgesehen davon, dass die Hälfte der Leute, die diese Aufkleber überall hinbappen überhaupt nicht einmal am Millerntor waren – schließlich gehört es ja anscheinend zum guten Ton in der linken Szene St. Pauli Fan zu sein, egal ob man Fußball mag oder nicht – stellte sich mir dennoch eine Frage: Warum werden diese Aufkleber nicht wie alle anderen auch mehr oder weniger sauber entfernt?<br />
Vielleicht, weil man dieser Aussage eher zustimmt und diese besser zu vertreten ist als „Hoffenheim Ultras“. Wer will denn schon als Rechter gelten in einer eher alternativen Kneipe – oder sonstwo, wo man die Sticker findet.</p>
<p>Damit wurde mir sofort ein neues Projekt klar: Wir brauchen Sticker, die die Menschen nicht nur vom Verein her ansprechen, sondern die Themen von breiten Bevölkerungsschichten aufgreifen! Beispiel Tierschutz: Arminia gegen Robben schlachten! Oder für die diversen „Horror-U-Bahnhöfe“ (Zitat aus einer Münchner Tageszeitung): „Arminia against Robbery“. Oder vielleicht doch lieber etwas positiv ausgedrückt?: „Arminia für Freibier!“ – Obwohl, das würde dann wohl doch wieder vom Wirt entfernt werden… </p>
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		<title>Heimspiel.</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 06:06:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muecke</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das war ja nun mal ein chaotisches Frühjahr – Arminia pleite, vier Punkte Abzug, mehr schlechte als rechte Spiele, Aufstieg adé und so irgendwie hat man immer noch ein flaues Magengefühl wenn das Wort „Lizenz“ durch die Gegend spukt. Und das dummerweise noch im Land von zwei Vereinen: die einen, die gegen ManU ins Champions [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das war ja nun mal ein chaotisches Frühjahr – Arminia pleite, vier Punkte Abzug, mehr schlechte als rechte Spiele, Aufstieg adé und so irgendwie hat man immer noch ein flaues Magengefühl wenn das Wort „Lizenz“ durch die Gegend spukt. Und das dummerweise noch im Land von zwei Vereinen: die einen, die gegen ManU ins Champions League Halbfinale eingezogen sind – und die anderen, die im Münchner Stadionknast gefangen sind und eigentlich genauso pleite wie Arminia sein dürften (komisch, dass so was immer mit Stadien(aus)bauten zu tun hat, oder?).</p>
<p>Und genau dazwischen geht man täglich zur Arbeit. Das Hinspiel gegen 60 war ja schon Spießrutenlauf genug – hatte doch Arminia am Anfang der Saison eine schmutzige Siegesserie hinter sich und ich einen zu großen Mund, so durfte ich mir das eine oder andere anhören. Und auch wenn es noch einige Enthusiasten mit Taschenrechnern unter uns gibt, war es eigentlich klar, dass es um gar nichts mehr geht – außer eben um den nächsten Arbeitstag im Betrieb. In Gedanken suchte ich schon nach einem Konditor, der mir einen „Der Armine in dir“-Kuchen backen würde, den ich dann in den Pausenraum bei der Arbeit stellen könnte…</p>
<p>So trafen wir uns am Marienplatz und fuhren hinaus aus der Stadt zur Arroganz-Arena, die landschaftsarchitektonisch einwandfrei in die ehemaligen Münchner Müllberge eingepasst wurde. Warum werden die Müllberge eigentlich auf der A9 mit dem Berliner Bären angekündigt? </p>
<p>Eine gute Stunde später standen wir dann im eigentlichen Bayern-Fanblock, ca. 250 Arminen, daneben 15.000 Münchner, irgendwie verloren in einem Schlauchboot für 67.000 Zuschauer. Arminia spielte gut mit, kämpfte um die Bälle, auch wenn es nur wenige gute Chancen gab (aber immerhin einen Lattenschuss). Auch wenn der zwischenzeitliche Ausgleich zu allgemeinem Jubel verleitete, lagen die Blauen bald schon wieder hinten. Aber sie spielten weiter und man hoffte noch auf den Ausgleich, bevor dann kurz vor Schluss das 3:1 fiel. Kurios: Die Sechziger sangen „Scheiß-Arena“, worauf eine Gruppe (schwerhöriger) Arminen selbstironisch antworteten: „Scheiß-Arminia“. So ging das Spiel zu Ende und vermutlich drückte sich Ewald noch eine Träne aus dem Auge, als der Mannschaftsbus der Blauen gen Heimat fuhr.</p>
<p>Ganz klar, das Spiel erforderte noch eine Nachbesprechung im Andechser. Und natürlich wurden wir allseits etwas belächelt, was noch umso schlimmer war, als das alle uns nach dem Ergebnis fragten. Aber wie heisst es so schön: Arminia ist, wenn man trotzdem lacht. So fanden wir auch alsbald nette Leute, die sich zu uns setzten und uns erzählten, dass die Armina-Fans in München einen guten Ruf haben – treu und gute Stimmung – und wir halfen an diesem Abend kräftig mit, diesen Ruf zu festigen…</p>
<p>Auf dem Rückweg in der S-Bahn dann die letzte Begegnung des Abends. Nachdem mich ein betrunkener Halbstarker zuerst für einen Hertha-Anhänger hielt (Hä???), musste ich ein letztes Mal das Ergebnis rezitieren. </p>
<p>„Was? Gegen Sechzig? Wenn nicht gegen so eine Mannschaft gewinnen, gegen welche dann?“, er belacht mich lautstark.</p>
<p>Ich antwortete: „Also müsste ich mich entscheiden – ich wär eher Sechziger als Bayernfan.“</p>
<p>„Hey was soll‘n das heißen?“ </p>
<p>Ich sage: „Wie viele Leute gehen ins Stadion? 67.000?“</p>
<p>„69.000!!!“ </p>
<p>„69.000 – und dann so eine Stimmung?“</p>
<p>„Schlecht‘ Stimmung? Hast du das Spiel gegen Man U g’sehn?“ </p>
<p>„Nein, aber genau das ist der Punkt – Ihr Bayern musstet noch nie einen Abstieg bis in die dritte Liga verkraften, Punkteabzüge, und miserable Fußballspiele. Bist du an einem Arbeitstag 600 km gereist um dir ein voraussichtlich schlechtes Spiel anzusehen? Was du machst ist Erfolgsfußballkonsum. Da hör ich lieber auf den Hoeneß und such mir eine Mannschaft die gute Stimmung hat und schlechten Fußball spielt. Leiden schaft und Demut – DAS ist Arminia!“ </p>
<p>Die Bahn hält an meiner Station und ich steige aus. 4:0 - Fußballgrüße aus Bielefeld.</p>
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		<title>Augsburg ist das Bielefeld Bayerns</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 14:13:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muecke</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[So heißt zumindest eine Gruppe bei facebook, auf die ich zuletzt aufmerksam geworden bin. Donnerwetter, denke ich, ist Augsburg (und alles was dazu gehört, inklusive dem FC) wirklich so schön wie Bielefeld?  Ich war auf jeden Fall gespannt dies herauszufinden und wurde mit jedem Tag kribbeliger, an dem der Südland-Ausflug näher rückte. Also schnell [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So heißt zumindest eine Gruppe bei facebook, auf die ich zuletzt aufmerksam geworden bin. Donnerwetter, denke ich, ist Augsburg (und alles was dazu gehört, inklusive dem FC) wirklich so schön wie Bielefeld?  Ich war auf jeden Fall gespannt dies herauszufinden und wurde mit jedem Tag kribbeliger, an dem der Südland-Ausflug näher rückte. Also schnell am Freitag den Arbeitstag beendet, Tasche gepackt und los ging’s nach `Augschbuarg´. Und tatsächlich – in Augsburg ausgestiegen sah die Stadt wirklich nett aus und hätte zum Schlendern eingeladen, wäre es nicht so stark am Schneien gewesen. Zum ersten Mal wurde ich stutzig, als ich auf dem Weg zum Treffpunkt die Karlstraße entlang lief, an der ein kleiner Laden mit dem Schild „US Freizeitshop“ lag, in dessen Schaufenster diverse Messer, Macheten und sonstige Waffen zu finden waren. Vor meinem geistigen Auge malte ich mir aus, wie die Augsburger ihre Freizeit verbringen und beschleunigte meine Schritte in Richtung Treffpunkt.<br />
Zu dieser Zeit hatte sich eine kleine Gruppe Bielefelder bereits beim König von Flandern zu Hofe begeben, und probierten schon mal das gute selbstgebraute. Die ganz tapferen durften auch den vom Hause aus so genannten Turbodiesel probieren, ein Doppelbock mit Asbach - und kleinen Kindern drin.</p>
<p>Entsprechend fand ich die Bande in einem Kellergewölbe unter einer großen Südland-Zaunfahne, als ich denn gegen halb acht / acht dazu gestoßen bin. Unsere Bedienung merkte jedoch auch bald, dass dies ein geschäftiger Abend wird, denn nachdem diverse Arminen zigmal versuchten ihren Namen (Esna?) zu nachzunuscheln (Turbodiesel oder Schwedenbalm?) und sie uns den sogar aufgeschrieben hat (sie hatte echt Geduld…), wurde sie kurzerhand auf Inga umgetauft. Der Rest des Abends verlief dann ungefähr so:<br />
 „Inga,bring uns doch noch so ne Flasche Bier.“<br />
 „Aber ich heiße nicht Inga!“<br />
 „Ja, macht ja nix. Aber bringste mit, ja?“<br />
 „Ja, ok.“<br />
 „Danke, Inga!“</p>
<p>Und ich weiß ja nicht, ob ihr das kennt, wenn ein kleiner Junge Heiligabend das Leuchten in den Augen hat, wenn die Geschenke kommen – an diesem Abend hatte es der Dude, denn es gab sogar einen Ehrengast, Marco Küntzel. Den Rest des Wochenendes sah man den Dude nur noch anderen Leuten sein Bild mit Küntzel zeigen und hörte Gesprächsfetzen wie „…vier Tore…gegen Osnabrück…WESST DU DAS DENN NICHT MEHR!?“. Ich habe so ein bestimmtes Gefühl, dass Marco Küntzel die Südlandarminen nicht zum letzten Mal gesehen hat…</p>
<p>Man muss aber den Augsburgern auch lassen, dass sie sehr nett und hilfsbereit sind. So wurde man als Armine direkt angesprochen und der Weg zur Impuls-Arena erklärt. „Ja, aber wir wollen doch zum Rosenaustadion.“ „Ja aber da seits falsch! Ihr müscht zur Arena!“ „Nein, wirklich, wir wollen zur Rosenau.“ „Naa! Geht nüscht dahin! Glaubt’s mir – Ihr müscht zur Arena!“ Ich weiß ja nicht, aber kann es sein, dass es irgendetwas Besonderes unter dem Rosenaustadion gibt? Eine Art Geheimlabor oder einen verfluchten Schatz? In der Gaststätte an der Rosenau gab es zumindest ein gutes gemeinsames Weißwurstfrühstück, bevor es dann endgültig zur Impuls-Arena ging. Das Stadion liegt abgelegen inmitten eines unbebauten Industriegebietes und wirkt irgendwie seelenlos. Ich hätte es eher bevorzugt das Spiel im Rosenaustadion zu sehen, denn dort konnte man so etwas wie Tradition spüren. Kurz vor dem Spiel kam dann auch zur Freude aller Pity an. Wieder hatte ich Kindheitserinnerungen, nur diesmal nicht von Weihnachten, sondern von der Muppet Show in der einmal ACDC zu Gast war. Die Band spielte in der Show „Hells Bells“ und als die Glocke zum ersten Mal ertönte wurde „das Tier“ von der Kette gelassen und ging dann am Schlagzeug voll ab…<br />
An jenem Tag gab es einen Anpfiff in Augsburg und ich glaube es war Dennis, der Pity von der Kette ließ… Die Stimmung im Block war super – aber wie viele Chancen kann man nur daneben holzen?</p>
<p><em>„Ich warne vor den Folgen des modernen Fußballs!“ (Pity)</em></p>
<p>War Augsburg im Jahr 2000 noch in der Bayernliga, so hat es jetzt (nicht funktionierende) Ticketscanner am Eingang und sogar Bezahlkarten. Immerhin verwies der Verkäufer darauf, dass das Radler mehr Umdrehungen hat als das Bier. Der Augsburg-Fanblock saß (!) hinter dem Tor und war das Spiel über relativ leise – die eigene Bankrotterklärung der Augsburger Fanszene erfolgte als bei diversen Situationen Tribünengeräusche über Lautsprecher eingespielt wurden. Es mag ja sein, dass einige Vereine ihren eigenen Fanblock übertragen und mag ja auch sein, dass ich mich getäuscht habe – aber als zum Beispiel die gelb-rote Karte für Augsburg kam hörte man aus den Lautsprechern Pfiffe und „Schieber“-Rufe; ich konnte aber im Augsburger Block kaum Leute brüllen oder pfeifen sehen – sehr skuril! Pity und ich versuchten zu kontern mit „Ohne Boxen wär hier gar nichts los!“ Aber leider ist es auch bei vielen Bielefeldern so, dass nur noch auf den Mann vorne mit dem Megaphon gehört wird und einiges an Spontanität so verloren geht. Pity fasste es sehr schön zusammen, mit dem Finger  in den Himmel zeigend: „Ich warne vor den Folgen des modernen Fußballs!“</p>
<p>Es gab noch einen kurzen Umtrunk auf dem Augsburger Bahnhof, wo wir uns an den Tisch von einem Augsburger gesessen haben. Auf die Stimmung im Stadion angesprochen und darauf, dass wohl eher Arminia aufsteigen wird als der FCA meinte der nur: „Wovon träumt ihr eigentlich nachts?“ Worauf drei Südländer im Chor antworteten: „Von Arminia!“<br />
Auf der Rückfahrt nach München wurden dann noch Arminia-Lollies an mitfahrende Kinder verteilt. Den einen wollte dann der Vater abgreifen, was man gerade noch verhindern konnte. Dem schien das Ganze sehr suspekt zu sein, hatte er doch Angst, dass in den Lutschern nicht Kirschgeschmack sondern Kirschwasser ist. Kirschwasser in Lutschern an Kinder verteilen? Ich wollte schon fragen ob er aus einem Dorf in Telgte stammt, in der à la „Schöne neue Welt“ die Arbeiterkaste der Epsilons durch Einflößen von Alkohol während der Entwicklung begründet wird. </p>
<p>Zusammenfassend ist Augsburg doch nicht das Bielefeld Bayerns – und ich muss jetzt mal im Internet dudeln: Wo kann man Lollies mit Rum oder Jägermeister finden? Nicht für Kinder versteht sich…</p>
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		</item>
		<item>
		<title>eine Reise ohne SWB Dach</title>
		<link>http://suedland-arminen.de/blog/2009/11/09/eine-reise-ohne-swb-dach/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 12:59:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stef</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal beginnen Tage durchaus früh. Wenn der Wecker klingelt, weil man in die Arbeit fahren darf. Oder die Kirchenglocken früher läuten als gewohnt. Oder man(n) äußerst dringend austreten muss. Oder oder oder.
Oder weil das 4 1/2 Monate alte Schätzelein wie gewohnt morgens um kurz nach vier Durst hat. Okay, ich bin ehrlich. Im Normalfall erledigt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal beginnen Tage durchaus früh. Wenn der Wecker klingelt, weil man in die Arbeit fahren darf. Oder die Kirchenglocken früher läuten als gewohnt. Oder man(n) äußerst dringend austreten muss. Oder oder oder.</p>
<p>Oder weil das 4 1/2 Monate alte Schätzelein wie gewohnt morgens um kurz nach vier Durst hat. Okay, ich bin ehrlich. Im Normalfall erledigt meine Herzensdame das mehr als gewissenhaft. Und ich schlafe einfach weiter. Nicht aber so an diesem Samstag Morgen. Denn es war etwas anders. Ich wurde wach und sofort hämmerte es in meinem Schädel: es geht zum Fußball. Endlich mal wieder. Die Jungs, das Südland Shuttle, Tabellenvorletzter, sichere drei Punkte.</p>
<p>Also stand ich auf. Morgens um kurz vor halb fünf. Stillte meiner Kleinen ihren unsagbaren Durst. Ich meine, sind wir mal ehrlich: Durst ist fürchterlich. Und jeder von uns kennt dieses Gefühl. Also tat ich es gerne. Die Minuten ticken, während sie fast so gierig wie ihr Papa das Pülleken leert. Und beim letzten Schluck seelig einschläft. Richtig macht sie es. Wer steht schon um kurz vor fünf auf? An einem Samstag? Niemand. Fast. Denn ich tat es.</p>
<p>Schnell ins Wohnzimmer. Autopsie - dem Mörder auf der Spur. Genau das richtige, um wach zu werden. 20 Jahre Mauerfall, die letzten Tage der Ostzone. Yep, nun bin ich wach. Duschen. Getränke mischen. Kamera einpacken. Sternenklarer Himmel. Und die Regenjacke passt kaum in die Tasche. &#8216;Pack die ein!&#8217; höre ich meine Frau sagen. Mei, wenn es denn sein muss - brauchen werde ich sie wohl eh nicht. </p>
<p>Kurz nach sieben, ab zur SBahn. Treffen um acht am HBF MUC. Bei der zwei. Wo auch sonst. In der Bahn die ersten mitleidigen (oder waren es doch neidischen?!) Blicke, als aus meiner ALDI Wasser 1,5 Liter Pulle der Bacardi Cola nur widerwillig in meinen Rachen läuft. Fürchterlich, warum mache ich das nur? Ankunft am HBF um kurz vor acht. Super, endlich mal kein Personenschaden, wenn ich mit diesen öffentlichen Verkehrsmitteln fahre. Noch ist Zeit für den käuflichen Erwerb einer Dose Bier (übrigens Dennis, die hab ich im Bulli vergessen. Prost!), zwei Packen Ziggis und einer reschen Leberkäs Semmel. Schnell vor zum augemachten Treffpunkt. Um Punkt acht schließen die Türen. Und was soll ich sagen? Es war genau so. Um acht Uhr - PUNKT acht Uhr - drückte Dennis ein Taste und die Türen (ja, es waren zwei!) schlossen automatisch. Einfach so - diese Technik geht an mir vorüber. Wenn ich da an mein erstes Auto denke&#8230; Hmmm. </p>
<p>So starteten wir pünktlich gen Norden. 400 km one way. Für 90 Minuten Fußball. Eigentlich ganz schön bescheuert. Kurz hinter Geiselwind schnell Torte in den Windschatten nehmen und weiter geht die rasante Fahrt. Unheimlich, wie schnell so ein Gefährt mit einem CW Wert wie ein Einfamilienhaus sein kann. Pünktlich in Frankfurt war meine Pulle leer. Pünktlich in Frankfurt fing es an zu regnen. Pünktlich in Frankfurt war meine Begeisterung verflogen. </p>
<p>Wir müssen aufsteigen - ging es durch meinen Kopf. wir MÜSSEN aufsteigen! Dieses Grauen, das sich da Zweitligafußball nennt, macht mir einfach keinen Spaß. Ein Stadion, kleiner als der Sportpark in Haching. Ein Regen, schlimmer als zur Regenzeit in sonstwo. Eine Stimmung, mitreissender als eine Runde Grand Prix d`Eurovision. Oooouooouoooouoooo. Minutenlang. Stundenlang. </p>
<p>Nach dem Spiel kurz geschüttelt. Ab zum Bulli. Ab nach Hause. Im HBF am Punkt Zwei Tschö sagen. Noch schnell zu BK. Realisieren, dass der ganze Bahnhof mit Scheißern voll ist. Und ich bin ganz alleine. Egal, trotzdem noch´n großes Maul haben. Dann schnell in die SBahn. </p>
<p>Zu Hause Danke sagen und erkennen, dass Frauen manchmal doch mitdenken. Was habe ich diese Regenjacke geliebt. Auf mein Danke gleich einen Rüffel bekommen. Jetzt mal ehrlich: nach einer halben Pulle Bacardi und einer Dose Jacki Cola darf man(n) doch nach Schnapps stinken. Oder nicht?</p>
<p>Am Sonntag aufwachen und sich schwören: da fahre ich nie wieder hin. Obwohl, die Buletten waren wirklich saulecker. Naja, so weit war es doch nicht. Und regnen wird es ja auch nicht immer&#8230; Ach, warten wir doch einfach ab.</p>
<p> <img src='http://suedland-arminen.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /></p>
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